Die Generation Z und ihr Verständnis von Arbeitgeberattraktivität

Ein ganz spannen­der Workshop in dieser Woche ist Anlass für diesen Blogbeitrag. Nicht nur die Aufgabe war heraus­for­dernd, auch die Zusammensetzung der Teilnehmenden war ungewöhn­lich. Lauter junge Beschäftigte im Alter von ca. 20 – 25 Jahren, die von ihrem Unternehmen beauf­tragt waren, Ideen für eine passende Social Media Strategie für ihre Zielgruppe zu entwickeln. 

Die Fragen, die ich gehört habe, aber noch viel mehr die Antworten, die wir erarbei­tet haben, haben mich sehr nachdenk­lich gemacht – und vor allem sehr neugierig.

Das ist Grund genug, sich einmal mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben der Generation zu befas­sen, die gerade ins Berufsleben eintritt und die Arbeitswelt von morgen gestal­tet. Über sie wird gerade geforscht – und so ist es durch­aus wissens­wert, wie es an diesem Ende der Skala der demogra­phi­schen Entwicklung in unseren Unternehmen aussieht. Welche Ansprüche stellt unsere jüngste Generation an unsere Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber?

In diesem Blogbeitrag möchte ich mich also bewusst auf die “Generation Z” fokus­sie­ren und deren Werte, Lebenswelt und Ansprüche an Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen und das Unternehmen selber näher betrach­ten. Wie tickt unsere neue Generation und was versteht sie unter Arbeitgeberattraktivität?

Laub Frühling

Die Generation Z – Arbeitgeber werden zum Umdenken bewegt

Digitalisierung und Individualisierung – diese Megatrends beschäf­ti­gen heutzu­tage jedes Unternehmen. Besonders deutlich sind die Veränderungen und die damit einher­ge­hen­den Herausforderungen im Hinblick auf die Generation Z zu erken­nen. Deren Hintergründe, Einstellungen und Wünsche regen Unternehmen von heute zum Umdenken an – Ziel ist es, auch weiter­hin für die junge Generation als Arbeitgeber attrak­tiv zu bleiben, um dem Fach- und Führungskräftemangel trotzen zu können. 

Die Generation Z oder auch die Digital Natives

Die Generation Z bringt deutlich verän­derte Voraussetzungen mit in die heutige Arbeitswelt. Die Individuen dieser Generation sind auch als “Digital Natives” bekannt – in der Wirkung noch stärker finde ich aber die deutsche Übersetzung des Begriffes: die “digita­len Eingeborenen”. 

Die Generation Z wird also in das digitale Zeitalter “hinein­ge­bo­ren” und schon von Kindesbeinen an ist sie es gewohnt, eine ungemeine Flut an digita­len Informationen zu verar­bei­ten und für sich zu nutzen. Aufgrund dieser Gegebenheiten resul­tie­ren auch neue Erwartungen an ihre zukünf­tige Arbeitswelt, auf die sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Stärkung ihrer Arbeitgeberattraktivität bereits heute einstel­len sollten. 

“ Die Arbeitswelt-Optimierer”

In einer beson­ders spannen­den Vorstudie der beruf­und­fa­mi­lie “Generation Z und ihre Erwartungen an die zukünf­tige Arbeitswelt” wird die Generation Z mit dem vielver­spre­chen­den Terminus “Die Arbeitswelt-Optimierer” beschrie­ben, doch warum ist das so und was bedeu­tet das konkret für Sie und Ihr Unternehmen? Bei der Zertifikatsverleihung am 25. Juni in Berlin werden den Vertreter*innen der auditier­ten Unternehmen zentrale Aussagen daraus vorgestellt. 

Doch schon jetzt zeigen die Ergebnisse der Vorstudie deutlich: Die Generation Z ist um die Optimierung der eigenen Arbeitswelt bemüht und strebt es sehr wohl an persön­li­che Belange mit den Anforderungen der Arbeit zusam­men­zu­brin­gen. Dabei ist sie sich bewusst, dass konkrete Strukturen und Rahmenbedingungen weiter­hin unabding­bar sind, jedoch häufig aufgrund der Digitalisierung und Individualisierung neu gedacht werden können. Hier ein Auszug der Ableitungen, die sich aus der Studie für Ihr Unternehmen ergeben:

Arbeitsort

Die Generation Z…

  • nimmt eine gewisse Fahrzeit (ca. bis zu 45 Minuten) für das perfekte Unternehmen gerne in Kauf.
  • arbei­tet oftmals lieber vor Ort als im Homeoffice. Dennoch möchte sie flexi­bel wählen können, von wo aus sie ihre Arbeit verrichtet. 
  • erhofft sich aus dieser Flexibilität bessere Möglichkeiten das Berufs- und Privatleben zu vereinen.

Sicherheit

Die Generation Z wünscht sich Sicherheit im Sinne…

  • eines angemes­sen Gehaltes.
  • eines siche­ren Arbeitsplatzes.
  • einer Möglichkeit eine ausge­wo­gene Work-Life Balance zu etablieren.

Gesundheit & Zusatzleistungen

Die Generation Z wünscht sich

  • Gesundheitsförderung (z. B. täglich zur Verfügung stehen­des Obst, ergono­mi­sche Büroausstattung, Kooperation mit dem Fitnessstudio etc.) 
  • Zusatzleistungen (z. B. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld)

Arbeitszeit

Die Generation Z …

  • wünscht sich die eigen­stän­dige und flexi­ble Gestaltung der Arbeitszeit.
  • schätzt auch Vertrauensarbeitszeit als attrak­tiv ein, dennoch wünscht sie, dass die geleis­tete Arbeitszeit in einem inter­nen System proto­kol­liert wird.

Kommunikation

Die Generation Z wünscht sich, …

  • dass neben der virtu­el­len Kommunikation auch die Face-to-Face-Kommunikation im Unternehmen einen hohen Stellenwert einnimmt, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen weiß, dass durch die reine virtu­elle Kommunikation häufig Missverständnisse entste­hen können.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Generation Z…

  • ist der Meinung, dass sich Familie und Beruf nicht gegen­sei­tig ausschließen. 
  • würde sich als Familienmensch beschreiben. 
  • findet Angebote des Arbeitgebers wünschens­wert, einen Wechsel von Vollzeit in Teilzeit zu reali­sie­ren, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Weiterentwicklung und persön­li­che Entfaltung

Die Generation Z…

  • hat den Wunsch sich selbst zu verwirk­li­chen und Verantwortung zu übernehmen.
  • räumt immate­ri­el­len Werten wie intel­lek­tu­elle Herausforderungen, selbst­stän­dige Arbeit und kreative und innova­tive Aufgaben einen höheren Stellenwert ein. 

Wie bereits erwähnt, stellen diese Punkte natür­lich nur einen Auszug der Wünsche und Ansprüche der Generation Z dar und sind verall­ge­mei­nernd formu­liert. Mehr über die konkre­ten Ergebnisse dieser bemer­kens­wer­ten Vorstudie der beruf­und­fa­mi­lie können Sie hier erfah­ren: Vorstudie Generation Z 

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die Anforderungen und Wünsche der Generation Z sich um die acht wesent­li­chen perso­nal­po­li­ti­schen Handlungsfelder drehen, die im audit beruf­und­fa­mi­lie syste­ma­tisch bearbei­tet werden: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung, Personalentwicklung, Entgeltbestandteile, Service für Familien. 

Im Zentrum meiner Beratungs- und Auditierungsprozesse stehen unter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Ziele und Maßnahmen, die auf allen diesen acht perso­nal­po­li­ti­schen Handlungsfeldern basie­ren. Die Steigerung Ihrer Arbeitgeberattraktivität ist ein andau­ern­der Prozess, der sich durch diese Handlungsfelder zielge­rich­tet und erfolg­reich gestal­ten lässt.

Gerne mache ich mit Ihnen eine Bestandsaufnahme und entwickle gemein­sam mit Ihnen eine Strategie, wie Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber auch im Hinblick auf die Generation Z langfris­tig steigern können. Schicken Sie mir hierfür eine Nachricht an volz-neidlinger@vn‑p.de oder rufen Sie mich an. Sie errei­chen mich unter 07725 914754.

Ich freue mich auf Sie!

Ihr Martin Volz-Neidlinger

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