Arbeitgeberattraktivität: Über die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben

„Lassen Sie uns doch einfach in Ruhe mit diesem Luxusthema“,

so eine Führungskraft vor einigen Jahren, als es um die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben im Unternehmen ging. 

„Wir haben genug anderes zu tun!“

Zunächst war ich geschockt, aber dann ist mir klar gewor­den: Aus Sicht von Leitungsverantwortlichen ist dieses Thema zunächst einmal etwas, das nicht zu den Kernaufgaben von Führungsverantwortlichen gehört. Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ist etwas, das Arbeitsprozesse unter­bricht, das die unter­neh­me­ri­sche Zielerreichung erschwert und neben der Aufgaben- und Ergebnisorientierung etwas Neues ins Spiel bringt: die Beschäftigung mit Menschen und die Gestaltung der Beziehungen von Führungskräften zu den Teammitgliedern. 

Warum die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben kein Luxusthema mehr ist, sondern eine der Haupterfolgsfaktoren in der Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung lesen Sie hier.

Was sich geändert hat – Herausforderungen aus Unternehmenssicht

Der Fachkräftemangel ist für viele Unternehmen und Institutionen zur realen Gefahr für unter­neh­me­ri­sches Wachstum und für ihre Leistungserbringung gewor­den. Gerade in den Engpassberufen – wie in der Gesundheits- und Pflegebranche, den MINT-Berufen sowie in den Bauberufen, um nur einige zu nennen – können freige­wor­dene Stellen nicht mehr oder nur noch nach einer langen Vakanz besetzt werden. Dadurch steigen die Belastungen für die Teammitglieder und die Ausfallzeiten nehmen zwangs­läu­fig zu. 

Arbeitgeberattraktivität als Schlüsselfaktor

Arbeitgeberattraktivität wird zum Schlüsselfaktor erfolg­rei­cher Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung – gerade in Zeiten des demogra­phi­schen Wandels. 

Als Unternehmerin oder Unternehmer stellen Sie sich die Frage:

  • Wie können wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigern?
  • Sind wir überhaupt sicht­bar im Wettbewerb um quali­fi­zierte Leistungsträger und wie werden wir wahrgenommen?
  • Wie erhal­ten wir die Loyalität und die Motivation unserer Beschäftigten und wie sorgen wir dafür, dass sie sich langfris­tig an uns binden und sich mit unserem Unternehmen identifizieren?
  • Wie holen wir Leistungsträger und vielver­spre­chende Talente auch in abgele­gene Regionen?
  • Wie ziehen wir die passen­den Bewerberinnen und Bewerber an?

Was sich geändert hat – Erwartungen der Beschäftigten

Aus Sicht der Beschäftigten gibt es inzwi­schen darauf eindeu­tige Antworten. Wie z.B. der Gallup Engagement Index aus dem Jahr 2016 zeigt, steht neben der Arbeitsplatzsicherheit inzwi­schen gleich­be­rech­tigt die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persön­li­chem Wohlbefinden ganz oben auf der Liste der Faktoren, die einen attrak­ti­ven Arbeitgeber auszeichnen. 

Allerdings liegen hier aber auch aus Sicht der Beschäftigten Wunsch und Wirklichkeit noch weit ausein­an­der. Befindet sich die Einschätzung der Wichtigkeit auf einer Skala beim Faktor 4,52, liegt sie bei der realen Einschätzung der betrieb­li­chen Gegebenheiten nur beim Faktor 3,85 (vgl. Gallup Engagement Index 2016). Die wahrge­nom­mene Lücke zwischen eigenen Erwartungen und vorge­fun­de­ner Realität ist riesengroß. 

Die Lösung: Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben mit dem audit beruf­und­fa­mi­lie gestalten 

Genau hier liegen die Chancen für Unternehmen und Institutionen. Diese Lücke lässt sich schlie­ßen. Dafür gibt es ein Instrument, das sich seit über 20 Jahren in mehr als 1.000 Unternehmen und Institutionen bewährt: das audit berufundfamilie. 

Das audit beruf­und­fa­mi­lie ist unter dem Dach der gemein­nüt­zi­gen Hertie-Stiftung entwi­ckelt worden und wird inzwi­schen von der beruf­und­fa­mi­lie Service GmbH unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums umgesetzt. 

Es ist

  • ein Managementinstrument, mit dem die Personalpolitik eines Unternehmens familien- und lebens­pha­sen­ori­en­tiert gestal­tet werden kann.
  • ein Entwicklungs-Audit, d.h. ein verbind­li­cher Prozess, der extern beglei­tet wird und zu einer Zertifizierung führt.
  • ein anerkann­tes Gütesiegel im Arbeitsmarkt, dem aus Sicht von Bewerberinnen und Bewerbern die größte Glaubwürdigkeit bei der Umsetzung zugespro­chen wird.

Ich kenne dieses Instrument aus eigener Erfahrung. Zweimal habe ich es selbst als Geschäftsführer im eigenen Verantwortungsbereich durch­ge­führt und inzwi­schen unter­stütze ich seit vielen Jahren Unternehmen und Institutionen bei der Steigerung ihrer Arbeitgeberattraktivität mit effek­ti­ven Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ihrer Beschäftigten. Daher gibt es ein weite­res wichti­ges Kennzeichen: 

Das audit beruf­und­fa­mi­lie stellt 

  • eine Balance her zwischen den Unternehmenszielen und Unternehmensinteressen einer­seits und den Bedürfnissen und Wünschen der Beschäftigten anderer­seits. Es trägt dazu bei, dass die unter­schied­li­chen Interessen ausge­han­delt werden können, die Art und Weise dieser Aushandlungsprozesse sind ein wichti­ger Beitrag zu einer Kultur des Gebens und Nehmens im Unternehmen. So entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Damit dies gelingt, werden unter­neh­mens­spe­zi­fi­sche Ziele und Maßnahmen aus allen 8 Handlungsfeldern vereinbart:

Das audit beruf­und­fa­mile – Der Turbo zur Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung

Mit dem audit berufundfamilie 

  • steigern Sie langfris­tig Ihre Attraktivität als Arbeitgeber
  • werden Sie von quali­fi­zier­ten Bewerberinnen und Bewerbern als vertrau­ens­wür­di­ger Arbeitgeber wahrgenommen
  • beset­zen Sie Stellen schnel­ler und verkür­zen Vakanzen
  • steigern Sie die Motivation und Loyalität Ihrer Beschäftigten
  • verrin­gern Sie teure Stellenbesetzungsverfahren und Stellenausschreibungen.

Diese Maßnahmen lassen sich auch betriebs­wirt­schaft­lich messen, wie eine Studie des ffp Münster nachge­wie­sen hat.

(Quelle: www.ffp-muenster.de, FFP 2013, Familienbewusstsein von Unternehmen und betriebs­wirt­schaft­li­che Effekte einer familien­be­wuss­ten Personalpolitik – Ergebnisse einer reprä­sen­ta­ti­ven Unternehmensbefragung, Münster und Berlin 2013; Darstellung beruf­und­fa­mi­lie Service GmbH)

Sie inter­es­sie­ren sich für den Ablauf des audit beruf­und­fa­mi­lie, dann klicken Sie hier: 

ZUM VIDEO

Was können Sie tun?

Machen Sie eine Bestandsaufnahme. Dazu habe ich eine Checkliste für Sie erstellt, anhand derer Sie Ihren Handlungsbedarf ermit­teln können. Diese finden Sie hier:

ZUR CHECKLISTE

Wenn Sie auch von den Vorteilen des audit beruf­und­fa­mi­lie profi­tie­ren und Ihre Attraktivität als Arbeitgeber langfris­tig ausbauen und sicht­bar machen wollen, dann schicken Sie mir eine Nachricht an volz-neidlinger@vn‑p.de oder rufen Sie mich an. Sie errei­chen mich unter 07725 914754. Gemeinsam stimmen wir die für Sie passen­den Schritte ab. 

Ich freue mich auf Sie!

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